Wissen

Wissen ist das Ergebnis der Verknüpfung von Daten und Informationen und befähigt zum Handeln.
„Wissen bezeichnet die Gesamtheit der Kenntnisse und Fähigkeiten, die Individuen zur Lösung von Problemen einsetzen. Dies umfasst sowohl theoretische Kenntnisse als auch praktische Alltagsregelungen und Handlungsanweisungen. Wissen stützt sich auf Daten und Informationen, und ist im Gegensatz zu diesen jedoch immer an Personen gebunden.“  1)

Wissen in der Unternehmensorganisation kann nach Klaus North in drei Dimensionen eingeteilt werden: 2)

  • die Dimension der „Natur“ des Wissens (Objekt oder Prozess)
  • die Dimension der „Verfügbarkeit“ des Wissens  (zur richtigen Zeit am richtigen Ort)
  • und die Dimension „Wert“ des Wissens, das als Bestandteil des immateriellen Vermögens eines Unternehmens auch als „Intellectual Capital“ bezeichnet wird.

Wissen als intellektuelles Kapital wurde vom Ressourced Based View geprägt und durch das Accounting weiterentwickelt: Wissen ist eine wertvolle Ressource und soll im Unternehmen sichtbar gemacht werden. 3)

Wissen kann als Objekt in der strukturellen Perspektive – „knowledgewissen was“ – bzw. als Prozess in der prozessualen Perspektive eines Unternehmens dargestellt werden – „knowing – wissen wie

Weiß ein/e VerkaufsmitarbeiterIn, wie viele A-Kunden ein Unternehmen hat, kommt diesem Wissen die Qualität einer Information zu – Wissen als Objekt. Wenn es darum geht, die verfügbaren Informationen über die A-Kunden für den Abschluss von Geschäften besser nutzen zu können, dann trägt Wissen mehr die Charakteristika eines Prozesses.

Die Prozessdimension des Wissens wird für ein wissensorientiertes Unternehmen als dominierend angesehen.


1 ) vgl. Jäger, W./Weinzierl U.: Moderne soziologische Theorien und sozialer Wandel, 2007
2)  vgl. North K.: Wissensorientierte Unternehmensführung, Wertschöpfung durch Wissen, 5.
Auflage, Gabler 2005
3) vgl. Müller J.: Projektteamübergreifender Wissensaustausch Fehlervermeidung und organisatio-
nales Lernen durch interaktive Elemente einer Wissenskultur, Gabler Verlag, Dissertation
Universität Innsbruck, 2009, S. 39

 

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